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hyaluronsäure und hyaluron: der umfassende ratgeber. - Tipps und Infos zur Hyaluronsäure


Hyaluronsäure zur Selbstbehandlung?

Da es sich bei Hyaluronsäure um einen körpereigenen Stoff handelt, der vor allem in der Haut vorkommt und in der Lage ist, pro Gramm sechs Liter Wasser zu binden, ist er besonders beliebt beim Einsatz gegen Falten oder bei sonstigen Schönheitskorrekturen und hat das lange sehr gebräuchliche Collagen vom Markt fast verdrängt. Die Hyaluronsäure macht auch der herkömmlichen Botox-Behandlung ernsthaft Konkurrenz. Formung von Gesichtskonturen oder Lippen (sogenanntes “Aufspritzen”), Faltenglättung, Hautauffrischung oder Behandlung von eingesunkenen Narben: Die entsprechend dosierten Produkte mit Hyaluronsäure sind effektiv und entfalten ihre Wirkung etwa sechs bis zwölf Monate lang, dann ist eine neue Behandlung notwendig. Wichtig ist es darauf zu achten, dass die Hyaluronsäure keine tierischen Eiweiße enthält, ansonsten kann es zu allergischen Reaktionen kommen. Früher wurde Hyaluronsäure ausschließlich aus Hahnenkämmen und Kuhaugen gewonnen, heute greift man viel häufiger zu gentechnologisch hergestelltem Material, um allergische Reaktionen zu vermeiden.

Hyaluronsäure selbst spritzen? Lieber nicht

Da die zu unterspritzende Füllmenge genau an die Erfordernisse der zu behandelnden Haut- oder Gesichtspartien angepasst werden muss (Falten- oder Narbentiefe, Zustand der Haut), sollte Hyaluronsäure nicht selbst gespritzt werden, obwohl verlockende einschlägige Angebote auf dem Markt sind. Doch eine Behandlung sollte ausschließlich der Fachmann oder die Fachfrau vornehmen. Abgesehen davon ist es wichtig, den zentralen Punkt zu treffen, um ein optimales Ergebnis zu erzielen und keine Nervenlähmung zu evozieren. Dies kann der Laie nur schwerlich. Auch die erforderliche Dosierung je nach Faltentiefe kann ein Nicht-Fachmann nicht selbst abschätzen. Das kann nur der Experte oder die Expertin.

Sterile Umgebung

Für eine solche Selbstbehandlung durch Hyaluronsäure ist außerdem eine sterile Umgebung und eine sterile Anwendung erforderlich. Das Risiko von Infektionen bei Heimanwendungen bei Hyaluronsäurespritzen zur Selbstbehandlung ist daher nicht abzuschätzen. Sicher hat der Anwender bei Selbstbehandlung durch Hyaluronsäure erheblich Geld gespart – doch zu welchem Preis, wenn die betreffende Stelle Rötungen, Nervenschädigungen und Pusteln bedecken und den Gang zum Arzt notwendig machen?

Hinzuzufügen ist aber, dass Hyaluronsäure ohne tierische Eiweiße für den Körper ungefährlich ist und im Grunde nichts Schlimmes passieren kann (keine Vergiftung oder Schädigung). Für das bestmögliche Ergebnis sollten aber Fachleute konsultiert werden, vor allem, um Schwellungen, Rötungen und Nervenschäden durch eine falsch angesetzte Injektion zu verhindern, aber auch um eventuell notwendige Nachbehandlungen fachgerecht bestimmen zu können. Obwohl eine Behandlung beim Spezialisten mehr kostet als selbst gekaufte Gelpäckchen, die es in unterschiedlicher Dosierung zu kaufen gibt, sollte dieser Mehraufwand sicherheitshalber in Kauf genommen werden. Hyaluronsäurespritzen sind zwar mittlerweile ein Lifestyle-Allzweckwundermittel, zur Selbstbehandlung unter dem Strich aber einfach zu risikoreich.