Allgemein gilt Hyaluronsäure seit einiger Zeit als ein Allrounder, mit Einsatz in der Orthopädie, der ästhetischen Medizin und der Kosmetikindustrie. Medikamente und Pflegeprodukte unterstützen die natürlichen Kräfte des Körpers und finden zahlreiche begeisterte Anwender, darunter viele Frauen. Während der Schwangerschaft achten Frauen besonders auf ihren Körper und das Ungeborene, sodass sich auch viele Fragen auf die Verwendung von Präparaten mit Hyaluronsäure in der Schwangerschaft beziehen. Diese sollen im Folgenden besprochen werden.
Die wohl am meisten gestellten Fragen von Schwangeren beziehen sich auf die Nebenwirkungen bzw. Auswirkungen von Medikamenten auf das Ungeborene und die Schwangerschaft. Präparate die Hyaluronsäure auf pflanzlicher Basis enthalten, werden von Ärzten als unbedenklich eingestuft und können während der Schwangerschaft eingenommen werden. Das schließt Tabletten, Kapseln, Pulver, Augentropfen und Nasenspray mit ein. Die einzige Bedenklichkeit liegt hier bei zusätzlichen Wirkstoffen im jeweiligen Medikament, hier sollte aber der Arzt eine Empfehlung abgeben können.
Insofern gilt das Gleiche gilt auch bei der Verwendung von Hautpflegeprodukten. Also können diese in der Schwangerschaft bedenkenlos verwendet werden, zumal hier eine eher oberflächliche Anwendung stattfindet. Sollten sich aber aufgrund der Hormonumstellung in der Schwangerschaft Unverträglichkeiten entwickeln ist ein Arzt aufzusuchen.
Bei der Produktwahl ist unbedingt darauf zu achten, dass die enthaltene Hyaluronsäure auf pflanzlicher Basis produziert und nicht aus tierischen Organismen entnommen wurde. Da durch Rückstände von tierischem Eiweiß allergische Reaktionen ausgelöst werden können.
Als Fazit ist kurz zu sagen, dass Hyaluronsäure keine bekannten Auswirkungen in der Schwangerschaft hat. Dennoch sollte sich über weitere Zusatzstoffe in den Präparaten informiert werden.
Auswirkungen auf Schwangere und vor allem auf das Ungeborene sind in Hinsicht auf Injektionsbehandlungen mit Hyaluronsäure in keiner klinischen Studie untersucht worden. Bisher sind aber keine Schädigung des Säuglings oder Komplikationen während der Schwangerschaft dokumentiert. Auch über Auswirkungen nach der Schwangerschaft und während der Stillzeit liegen keine Untersuchungen vor.
Grundsätzlich gilt Hyaluronsäure in der Schwangerschaft als unbedenklich, da es sich bei dem Substrat um eine verträgliche und körpereigene chemische Verbindung handelt. Man kann auch davon ausgehen, dass einige Frauen Behandlungen durchführen ließen als sie bereits schwanger waren, jedoch noch keine Kenntnis davon hatten. In den meisten Fällen lehnen Ärzte aber eine Behandlung mit Injektionen ab, zum einen weil keine medizinischen Fakten über die Auswirkungen auf Mutter und Kind vorliegen und zum anderen möchte man der Schwangeren keine zusätzlichen Anstrengungen zumuten. Aufgrund der nicht vorhandenen Studien zur Auswirkung der Präparate auf das Kind während der Stillzeit, raten einige Ärzte während dieser Zeit auf eine Behandlung zu verzichten.
Die Einnahme von Medikamenten oder die Verwendung von Hautpflegeprodukten mit Hyaluronsäure ist während der Stillzeit unbedenklich, die Produkte können eingenommen bzw. verwendet werden. Mütter sollten jedoch auf das eincremen der stillenden Brust verzichten, sodass darin enthaltene Wirk- oder Zusatzstoffe vom Säugling nicht mitaufgenommen werden.