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hyaluronsäure und hyaluron: der umfassende ratgeber. - Tipps und Infos zur Hyaluronsäure


Hyaluronsäure-Injektionen

Der Einsatz von Hyaluronsäure bei der Behandlung von geschädigten Gelenken (Arthrose), z.B. im Knie, ist seit Jahren sehr beliebt bei Patienten. Hierbei wird die Hyaluronsäure direkt an die betroffenen Stellen im Gelenk injiziert. Hyaluronsäure-Injektionen beschränken sich aber nicht nur auf die Anwendung im Kniegelenk, obwohl die arthritische Erkrankung sehr häufig die Kniegelenke betrifft, sondern können auch zur Behandlung anderer erkrankter Gelenke eingesetzt werden.

Das injizierte Hyaluron erneuert bzw. ergänzt zum Teil die körpereigene Hyaluronsäure im Gelenk, fördert die Beweglichkeit und trägt zur Linderung von Schmerzen bei. Bei einem Patient der sich noch in den Anfangsphasen einer Arthrose befindet, kann durch eine solche Behandlung der Verlauf der Erkrankung verlangsamt werden. Es besteht sogar die Chance, dass die zunehmende Erkrankung gestoppt wird.

Ist die Behandlung erfolgsversprechend?

Eine arthritische Gelenkserkrankung wird in mehrere Phasen eingeteilt. Die Verwendung bzw. Behandlung mit Hyaluronsäure-Injektionen ist ab der vierten Stufe nicht oder nur sehr eingeschränkt wirksam, da die Zerstörung der Gelenksstruktur bereits zu weit fortgeschritten ist. Es gibt mit Sicherheit ebenso viele Patienten, bei denen eine Behandlung sehr erfolgreich verläuft, wie Patienten die nur eine geringe bis keine Verbesserung wahrnehmen. Eine mögliche Ursache dieser sehr gegensätzlichen Ergebnisse ist nicht selten auf eine falsche Vordiagnose zurückzuführen. Wie bereits erwähnt, hängt der Erfolg vom Schädigungsgrad des Gelenkes ab. Wird hier eine nur unzureichende Untersuchung durchgeführt, kommt es unnützerweise in vielen Fällen zur Behandlung mit Hyaluronsäure, obwohl diese kaum mehr wirken kann. Wer unter Gelenksschmerzen leidet, sollte in jedem Fall auf eine vollständige Untersuchung bestehen, um eine aussagekräftige Diagnose gestellt zu bekommen.

Wie verläuft eine Behandlung mit Hyaluronsäure-Injektionen?

Die Behandlung wird meist im Anschluss an eine Gelenksoperation durchgeführt, nachdem das Gelenk von Abrieb gesäubert wurde. Aber auch nach Abschluss einer Magnetfeldtherapie, die das Wachstum von Knorpel anregen soll. Die Hyaluronsäure wird in die Gelenksflüssigkeit des betroffenen Gelenks injiziert, um den natürlichen bzw. gesunden Zustand wiederherzustellen. Liegt im Gelenk eine Entzündung vor, darf eine solche Behandlung nicht durchgeführt werden. Dies kann erst geschehen, wenn die Entzündung im Gelenk auch unter Zuhilfenahme von Medikamenten vollständig abgeklungen ist.

Die Dauer der Behandlung ist abhängig von der Schwere der Gelenkserkrankung und dem verwendetem Hyaluronsäure-Präparat. So kann die Behandlung mit nur einer Spritze abgeschlossen sein. In anderen Fällen werden drei oder fünf Injektionen notwendig, diese werden im Abstand von je einer Woche verabreicht. Die Anzahl der Injektionen hat dabei nichts mit der Wirksamkeit zu tun. Der Unterschied liegt in der Dosierung.

Da Hyaluronsäure vom Körper verbraucht wird, schwindet das injizierte Gel nach einiger Zeit. Daher ist eine Wiederholung erforderlich, nach erstmaliger Anwendung liegt diese bei drei bis sechs Monaten. Nach mehreren Behandlungsphasen werden diese Abstände größer und liegen im Schnitt bei einem Jahr.

Welche Kosten entstehen bei einer Hyaluronsäure Behandlung? Übernimmt die Krankenkasse etwas?

Die Kosten der Behandlung sind abhängig vom eingesetzten Präparat und der Anzahl der Spritzen. Bei einer dreiwöchigen Behandlung liegen die Kosten zwischen 180 € und 220 €. Gesetzliche Krankenkassen übernehmen die Kosten nicht. Nur Privatversicherte können sich diese von ihrer Kasse erstatten lassen. Grund für die Selbstkosten für Versicherte der gesetzlichen Kassen ist die unzureichend belegte Wirksamkeit der Präparate mit Hyaluronsäure. Diese müsste erst noch in langjährigen Studien an Probanden nachgewiesen werden, bis dahin werden die Kosten nicht übernommen.