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Hyaluronsäure und Hyaluron - Tipps und Infos zur Hyaluronsäure


Hyaluronsäure fürs Pferd

Hyaluronsäure hilft Mensch und Tier. © Foto-Biene - Fotolia.com

Hyaluronsäure hilft Mensch und Tier. © Foto-Biene - Fotolia.com

Sowohl in der Humanmedizin als auch in der Tiermedizin ist der Einsatz von Hyaluronsäure als eines dereffektivsten Therapeutika nicht mehr wegzudenken. Seit vielen Jahren wird Hyaluronsäure zur Behandlung von Gelenkerkrankungen bei Pferden eingesetzt. Hyaluronsäure ist der wichtigste Bestandteil der Gelenkstoffwechsels und somit wichtig für die Genesung entzündeter Sehnen und Gelenke. Hyaluronsäure ist eines der neuesten entzündungshemmenden Medikamente zur Behandlung des Pferdegelenkes. Es führt zu einer wesentlichen Verbesserung der Schmierung und reduziert dadurch die Reibung im Gelenk.


Behandlungsformen:

Synthetisch hergestellte Hyaluronsäure kann bei einer Behandlung intravenös (in die Vene) oder direkt in das Gelenk verabreicht werden. Bei einer intravenösen Verabreichung hat die Hyaluronsäure eine entzündungshemmende Wirkung auf die traumatisierten Gelenke. Dies hat den Vorteil, dass der Tierarzt die Möglichkeit hat, mehrere Gelenke gleichzeitig mit nur einer Injektion zu behandeln. Bei der intravenösen Behandlung mit Hyaluronsäure werden wöchentlich drei bis vier Injektionen verabreicht.
Eine direkte Injektion von Hyaluronsäure in das erkrankte Gelenk wird, in Abhängigkeit von der Schwere der Gelenkentzündung, innerhalb von zwei bis drei Wochen mehrfach wiederholt. Im Anschluss werden häufig weitere Injektionen zur Erhaltung des verbesserten Zustandes der Gelenke wiederholt oder die Behandlung wird im Anschluss an die direkte Injektionen in das Gelenk mit einer intravenösen Behandlung fortgeführt. Diese Behandlung kann auch vor größeren Wettkämpfen erneut durchgeführt werden.



Wirkungsweise und Qualität:

Klare Erkenntnisse zur Wirkungsweise von Hyaluronsäure im Körper gibt es bis heute nicht. Es wird vermutet, dass der Organismus die körpereigene Produktion von Hyaluronsäure von sich aus steigert, sobald Hyaluronsäure dem Körper von außen zugeführt wird. Dies funktioniert sowohl über das Futter als auch bei der direkten oder intravenösen Behandlung. In den vergangenen Jahrzehnten wurde an der Reinheit und Qualität von Hyaluronsäure mit großem Erfolg gearbeitet. Zunächst wurde die Hyaluronsäure aus Hahnenkämmen oder Nabelschnurgewebe gewonnen. Dadurch gelangten jedoch auch Fremdeiweiße in den Organismus und führten häufig zu Abwehrreaktionen. Heute wird Hyaluronsäure synthetisch in reiner Form hergestellt, was Abwehrreaktionen nahezu ausschließt.

Kosten:

Eine Injektion von Hyaluronsäure bei Pferden kostet zwischen 100 Euro und 150 Euro, je nach Tierarzt. Eine komplette Spritzenkur kostet ca. 800 Euro.