Da der Patient eine Hyaluronsäure-Therapie bei gesetzlicher Versicherung selbst bezahlen muss, stellt sich berechtigterweise die Frage nach der Dauer der Behandlung. Jede verabreichte Menge, so wirksam sie auch ist, muss in der Regel nicht zu knapp bezahlt werden. Die Behandlungsdauer richtet sich dabei grundsätzlich nach der Schwere des Problems und der Konzentration des Präparats, das verwendet wird. Zwischen den Präparaten existieren große Unterschiede in der Konzentration an Hyaluronsäure und sonstigen Beigaben. Hierüber sollte der Arzt den Patienten oder die Patientin im Vorfeld in einem ausführlichen Beratungsgespräch aufklären. Grundsätzlich gilt auch, je früher mit einer Therapie begonnen wird, umso weniger Sitzungen sind nötig und umso geringere Kosten fallen an. Der frühzeitige Gang zum Orthopäden bzw. zum Dermatologen lohnt sich also.
Je nachdem, welches Präparat angewendet wird, sollte bei Arthrose-Erkrankungen drei bis fünf Mal injiziert werden, wobei wöchentliche Abstände einzuhalten sind. In besonders schweren Fällen ist eine Therapie von sechs Monaten medizinisch angezeigt. Spätestens dann sollte eine spürbare Besserung eintreten. Gegebenenfalls muss die Therapie später wiederholt werden. Zu der Behandlung mit Hyaluronsäure sollten zusätzliche Maßnahmen getroffen werden, um das Gelenk nicht erneut in Mitleidenschaft zu ziehen.
Für eine effektive Faltenbeseitigung sollte zwei Mal im Jahr per Injektion behandelt werden. Diese Faustregel hängt aber davon ab, wie tief die Falten sind und welches Präparat verwendet wird. Zu Beginn der Behandlung sollten die Intervalle zwischen den Injektionen auch kürzer sein. Faltenaufspritzung muss in regelmäßigen Abständen stets aufs Neue wiederholt werden, will man das optimale Ergebnis halten. Allerdings ist bei Nachfolgebehandlungen die gespritzte Menge deutlich kleiner und somit auch deutlich günstiger. Das Verschwinden des Ergebnisses mit der Zeit ist darin begründet, dass es sich bei Hyaluronsäure um einen körperverwandten Stoff handelt, der vom Organismus schrittweise abgebaut wird – dies wiederum ist aber eines der Vorteile dieses körpereigenen Stoffes gegenüber Botox.
Hyaluronsäure-Kapseln zur oralen Einnahme sollten (je nach Symptomen) dauerhaft eingenommen werden bzw. so lange, bis der Effekt eintritt oder so lange, wie ein Effekt gewünscht wird. Obwohl man bei Injektionen zur Freude der Behandelten sofort eine Wirkung sieht, flutet die orale Einnahme dagegen nur langsam an. Einige Wochen Zeit sollte man dem jeweiligen Präparat schon Zeit lassen, bevor man es als unwirksam beiseite tut. Es sollte auf jeden Fall darauf geachtet werden, dass das Präparat keine tierischen Eiweiße enthält, da es ansonsten vereinzelt zu allergischen Reaktionen kommen kann.