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hyaluronsäure und hyaluron: der umfassende ratgeber. - Tipps und Infos zur Hyaluronsäure


Brustvergrößerung mit Hyaluronsäure

Die Verwendung von Hyaluronsäure ist durch ihre Eigenschaften in vielen Bereichen der Medizin und Chirurgie möglich. Mit Hilfe von Zusatzstoffen kann das Substrat verschiedene Viskosität (Zähigkeit) annehmen. Neben der Faltenbehandlung, Unterspritzung beschädigten Gewebes und dem Aufspritzen von Lippen setzt man auch bei Brustvergrößerungen auf die körpereigene Substanz. Eine Vergrößerung der Brust mit Hyaluronsäure bringt im Gegensatz zur herkömmlichen plastischen Brustvergrößerung, die mit Hilfe von Implantaten durchgeführt wird, einige Vorteile mit sich.

Welche Vorteile ergeben sich bei der Verwendung von Hyaluronsäure?

Bei einer Brustvergrößerung mit Hyaluronsäure wird das gelartige Präparat in die Brust eingespritzt. Es ist keine Operation notwendig und es werden keine körperfremden Stoffe eingesetzt. Genau wie Silikonkissen, kann das Hyaluron-Präparat über oder unter den Brustmuskel platziert werden. Hierbei ist es möglich eine gezielte Modellierung der Brust vorzunehmen. Es liegt nahe, Hyaluronsäure nicht nur zur reinen Brustvergrößerung zu verwenden, sondern auch zum Angleichen der Brüste und dem Ausgleich von Dellen und Narben an der Brust.

Der Eingriff wird ambulant und unter örtlicher Betäubung durchgeführt, somit werden auch die Risiken einer Vollnarkose ausgeschlossen. Diese Methode hinterlässt auch keine unschönen Narben an der Brust, die Nadel wird meist über einen kleinen Schnitt an der Außenseite der Brust eingeführt.


Für Patientinnen, die das Einsetzen von Implantaten oder den operativen Eingriff scheuen, ist diese Art der Brustvergrößerung eine Alternative. Der Nachteil der Hyaluronsäure liegt einzig darin, dass der Körper diese nach und nach abbaut, sodass der Effekt der größeren Brust nicht von Dauer ist. Durch eine zyklische Wiederauffüllung der Substratpolster in der Brust kann der Abbau verlangsamt werden, sodass die Brust länger ihre pralle Form behält. Man spricht hier im Allgemeinen von einer Erneuerung nach einem Jahr. Sollte das Ergebnis nicht gefallen, kann durch Injizieren eines Enzyms die Hyaluronsäure wieder abgebaut werden. Eine Operation ist also auch in diesem Fall nicht erforderlich.

Zu welchen Folgen kann der Einsatz von Hyaluronsäure führen?

Die Verwendung von Hyaluronsäure zur Brustvergrößerung ist nicht unumstritten. Trotz der bereits genannten Vorteile, kann es zu ungewollten Komplikationen oder Ergebnissen kommen. So ist es bereits in mehreren Fällen aufgetreten, dass der Abbau des Hyaluron-Gels unverhältnismäßig schnell von statten ging. Das Substrat wurde zudem nicht gleichmäßig schnell in beiden Brüsten abgebaut, sodass die Symmetrie des Busens gänzlich verloren ging. Des Weiteren kann es zu Verkapselungen in der Brust kommen, wenn eine unsaubere Platzierung erfolgt, diese müssen operativ entfernt werden.

Frankreich hat seit 2011 ein Verbot gegen Brustvergrößerungen mit Hyaluronsäure erlassen. Der Grund liegt nicht an einer nachgewiesenen Schädlichkeit, sondern dient der Vorsorge, da der Einsatz des Präparats die Krebsdiagnostik stört. Das Gel verhindert eine klare Auswertung von Mammographien. In Deutschland wurde bisher kein Verbot erlassen, man untersuche jedoch mögliche Auswirkungen durch die Brustvergrößerung mit Hyaluronsäure.